„Tanne Thalheim, uns're Liebe, uns're Mannschaft, unser Stolz, unser Verein, Tanne Thalheim”

Weiter kein Erfolg im heimischen Waldstadion

Am 26. Spieltag der Fußball - Landesklasse West hat der SV Tanne gegen Merkur Oelsnitz mit 2:5 (0:2) verloren und bleibt damit im heimischen Waldstadion im Jahr 2017 ohne Erfolg. Die Gäste entführten verdient die Punkte, erst am Ende wurde es noch einmal spannend.

Ohne großes Abtasten begann eine letztlich ereignisreiche Partie bei bestem Wetter, jedoch vor Saison-Minuskulisse. Vor dem Spiel angekündigte Gewitter zogen zum Glück nicht vorbei, so dass ein Szenario wie vor einem Jahr gegen Plauen 2, als Enten auf den Seen des Waldstadions ihre Runden drehten, ausblieb.

Im Mittelpunkt‎ stand dabei einmal mehr der Top-Torjäger der Staffel, Marcel Schuch von den Vogtländern, der mit seinen Treffern 19 und 20 und dem ersten und letzten Treffer der Begegnung glänzte. Doch zunächst hatte Thalheims einzige Spitze, Oliver Hedusch, die große Chance zur Tanne-Führung. Nach einer Flanke Pierre Kretzschmars touchierte sein Torschuß, noch leicht vom Merkur-Torhüter abgefälscht, den rechten Außenposten (6.). Für Ausgleich in dieser Beziehung sorgte Schuch, dessen Abschluß nach steilem Diagonalpass und Kopfballablage das Thalheimer Lattenkreuz berührte. Mit offenem Visier ging es nun zur Sache, erneut Schuch scheiterte nach kapitalem Fehlpass der SVT-Abwehr freistehend (11.) - die Gastgeber versuchten nun, mit offensivem Pressing die Anspiele in die Merkuren-Spitze zu verhindern. 

Doch ganz verhindern ließ sich das nicht, beim nächsten Mal war Schuch nicht zu stoppen und vollendete überlegt zur Gäste-Führung (21.). Als Robert Nitzsche kurz darauf angeschlagen ausgewechselt werden musste -so wie später auch seine Teamkollegen Hedusch und Msalam-, kamen die Vogtländer noch besser ins Spiel und sorgten mit dem 2:0 per Kopf durch Zenner nach guter Flanke für klare Pausen-Verhältnisse (33.). Zuvor gab es jedoch Diskussionen, als der Gäste-Abwehrchef Ricardo Persigehl, Sohn von Ex-Profi Stefan, Oliver Hedusch als letzter Mann unfair stoppte. Spätestens nach einem weiteren Foul an Rami Msalam (38.) hätte er vom Platz gemusst - so nur einmal Gelb. Eine weitere klare Möglichkeit zum Ausgleich vergab der eingewechselte Stephan Müller, eine Flanke von Manuel Grasse verpasste er per Kopf haarscharf, anschließend scheiterte Hedusch aus Nahdistanz (34.).

Im zweiten Durchgang dachte man nach einem Kopfball, der knapp am Tor vorbeiging, von Markus Rechner an eine Wende. Doch erneut Zenner‎ nutzte eine ungenügende Abwehrleistung zur Vorentscheidung, die der für die Gäste eingewechselte Hofmann per 40-Meter-Heber ins verwaiste Tor ausbaute (80.) - Keeper Daniel Lieback hatte ihm den Ball in die Füße gespielt.

Dann wurde es doch noch einmal spannend, als der eingewechselte Philipp Vogel per Direktabnahme aus Nahdistanz und Christian Pafel, jeweils ins rechte untere Eck, verkürzten. Und hätte einer der beiden folgenden Flachschüsse von Manuel Grasse, die jeweils knapp am langen Pfosten vorbeigingen, seinen Weg ins Gäste-Tor gefunden, wäre noch ein Punkt dringewesen. So erzielte wiederum Schuch nach einem Solo in der Nachspielzeit die endgültige Entscheidung. Zuvor gab es noch einen sehenswerten Lattenknaller der Gäste aus gut und gerne 25 Metern, allerdings sprang der Ball von der Linie zurück ins Feld.

Stimme zum Spiel von Jens Starke, Trainer Merkur Oelsnitz und Siegtorschütze im Elfmeterschießen für den VFC Plauen im Sachsenpokalfinale‎ 1999 gegen Aue:

“Ich glaube, wir haben insgesamt verdient gewonnen, auch wenn nicht alles klappte und es gegen Ende noch einmal eng wurde”.

Statistik zum Spiel:

Torfolge: 0:1, 2:5 Schuch (21., 90+1), 0‎:2, 0:3 Zenner (33., 48.), 0:4 Hofmann (80.), 1:4 Vogel (84.), 2:4 Pafel (87.)

Aufstellungen:
Lieback, Hesse, Walther, Pafel, Msalam (58. Vogel), Rechner, Nitzsche (22. Müller), Hedusch (54. Stampfer), ‎Teichert, Kretzschmar, Grasse

Schiedsrichter: Andy Freier (Zwickau)

Zuschauer: 55 Zahlende (anwesend 95)

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