„Tanne Thalheim, uns're Liebe, uns're Mannschaft, unser Stolz, unser Verein, Tanne Thalheim”

100 Jahre Fußball in Thalheim

Festwoche in Thalheim findet tollen Auftakt

Auftakt 00 Jahre Fussball in Thalheim

Der scharfe Start in Thalheim konnte als absolut gelungen bezeichnet werden.

Am Samstagnachmittag ging die Festwoche der Tanne-Fußballer endlich los, und zwar mit einem Mini-Turnier dreier Teams. Hier setzte sich die Bezirksklasse-Elf aus dem Jahr 1995 durch, die damals als zweite Vertretung aktiv gewesen ist. Viele bekannte Gesichter konnte man im Waldstadion wiedererkennen, darunter der ehemalige Spieler André Kopecki, der mittlerweile in den alten Bundesländern lebt.

"Selbstverständlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, zu diesem Anlass in meine Heimat zu kommen. Man sieht sich heutzutage nur noch selten und das konnte ich mir natürlich keinesfalls entgehen lassen", so der 38-jährige.

Sein Mannschaftskamerad Thomas Hösel, der die Organisation übernahm, hatte beinahe alle damaligen Spieler aktivieren können.

Daneben am Start: Eine Mix-Elf von Thalheim 2 und 3 sowie eine Abordnung des SV Victoria Einsiedel, die allerdings aufgrund von Personalmangel mit fünf Thalheimern verstärkt wurden und leider ohne Punkte Dritter wurden. Im entscheidenden Spiel behielt die Mix-Truppe von Thalheim 2 und 3 gegen die Bezirksklasse-Elf mit 2:0 die Oberhand und gewann mit sechs Punkten und nur einem Gegentor das Turnier.

Leider hielt das Wetter den Erwartungen nicht stand, doch das hielt weder Spieler noch das Schiedsrichter-Gespann, bestehend aus Rolf Drechsel, Jochen Müller und Reinhard Schulz, vom gemeinsamen Auftritt ab.

Direkt im Anschluss bei nunmehr verbesserten äußeren Bedingungen standen sich die Thalheimer Landesliga-Elf der 90er Jahre und eine Fußball-Starauswahl Westsachsen gegenüber.

Auf Thalheimer Seite waren 23 Spieler der Einladung gefolgt, darunter etwa Dirk Kramer aus Schorndorf (Baden-Württemberg), der in der ersten Saison 1990 in der höchsten Spielklasse Sachsens dabei war.

Was die Organisatoren der Gegner, Uwe Bauer und Ulf Mehlhorn aufgeboten hatten, ließ keine Zweifel an der Bedeutung dieses Spiels aufkommen. Ein Star-Ensemble mit Spielern aus Chemnitz und Aue setzte sich am Ende klar mit 12:5 gegen die Tannen durch.

Das Resultat war jedoch zweitrangig. Spieler wie Kay-Uwe Jendrossek, Aufstiegsheld beim FC Erzgebirge Aue 2003, oder Ronny Thielemann, jahrelang Kapitän des FCE, sieht man weißgott nicht alle Tage im Waldstadion. Mit dabei weiterhin die Ex-Profis Ronny Kujat (CFC, VfB Leipzig), Lutz Wienhold (CFC) oder Borislav Tomoski (FCE, CFC und andere) - um nur einige Namen zu nennen.

Auch hier hatten die SVT-Verantwortlichen in Sachen Schiedsrichter etwas Besonderes einfallen lassen. Jörg Pöschmann als "Chef", assistiert von Lutz Heinrich und Fabian Eberlein, bekamen die Spielleitung übertragen und machten ihrer Erfahrung aus geschätzten 1500 Spielen alle Ehre.

Am Abend ging es dann mit dem offiziellen Festakt weiter. Hier gaben sich zahlreiche geladene und prominente Gäste die berühmte Klinke in die Hand, so beispielsweise der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel sowie der stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Fußball-Verbandes, Herr Gernhardt. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Kreisfussball-Verbandes Erzgebirge, Joachim Thaute, ließ es sich nicht nehmen, seine Grußworte an die Anwesenden zu richten. Ebenso vor Ort: Roland Baar vom Kreissportbund Erzgebirge.

Geehrt wurden zahlreiche verdienstvolle Vereinsmitglieder, und zwar mit Auszeichnungen des Sächsischen Fußball-Verbandes und des Kreissportbundes Erzgebirge. Eine besondere Ehre wurde dem langjährigen Vereinsvorsitzenden und Abteilungsleiter Fußball, Wilfried Böttcher zuteil. Er erhielt eine Ehrenuhr des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), was als eine der höchsten Auszeichnungen überhaupt gilt.

Daneben erhielten weitere langjährige Vereinsmitglieder Auszeichnungen für 50 beziehungsweise 60-jährige Mitgliedschaft. Zum Ehrenmitglied wurde Sportkamerad Horst Löser ernannt.

Im Anschluss brachte die Oldie-Band "Nightfever" aus Leipzig das Festzelt an der Stadtbadstraße erstmals zum Beben. Trotz zahlreicher gleichzeitger Veranstaltungen in der Umgebung zeigte sich das Organisations-Team um Chef Sven Claus mit dem Besuch zufrieden. Ein Dank ging an die Helfer der SVT-Abteilungen Handball und Volleyball, die während des Festakts und am Abend die Bewirtung der Gäste übernommen hatten.

Nur kurz währte für Einige die Nacht, denn schon am Sonntagmorgen fanden sich 300 Gäste zum ökumenischen Gottesdienst im Festzelt ein.

Besonderen Applaus erhielt hier der Gospelchor der evangelisch-lutherischen Kirche.

Unmittelbar danach setzte sich die Veranstaltung mit dem "Kindergarten-Cup" und dem Turnier der Grundschule Thalheim fort. Direktorin Uta Dienstbir war höchstpersönlich zur Sieger-Ehrung erschienen, die Goldmedaille konnte sie der Klasse 4b um den Hals hängen. Diese setzten sich im Finale gegen die jüngere Klasse 3 1 c klar mit 12:2 durch.

Sensationelle Szenen spielten sich beim "Kindergarten-Cup" mit drei teilnehmenden Kindertagesstätten ab. Die kleinsten gaben sprichwörtlich ihr letztes Hemd, um einen als Hauptpreis ausgelobten überdimensionalen Fuchs zu gewinnen. Hier hatten am Ende die von Thomas Schneider trasinierten Kinder der Kita "Sonnenschein" die Nase vorn.

Mit einem gut besuchten Vereins-Turnier aller Abteilungen ging am Sonntag-Nachmittag das erste Festwochenende zu Ende.

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