Verdiente Niederlage bei Borea Dresden
SC Borea Dresden – SV Tanne Thalheim 3:1 (2:0)
Aufstellung der Tannen: Mario Seidel, Nino Groschopp, Anton Wendler, Leo Pampel (59´ Wilhelm), Lukas Hirsch, Jim Fischer (59´ Medjadji), Tommy Barthold, Nico Groschopp, Robert Nitzsche (71´ Schindler), Pascal Förster (59´ Haase), Tom Müller
Torfolge: 1:0 Eric Merkel FE (13´), 2:0 Quentin Fuhrmann (33´), 3:0 Joe Löwe (77´), 3:1 Junis Medjadji
Schiedsrichter: Gabriel Scholz Zuschauer: 90
Erneut ging es für das Team aus dem Erzgebirge zu einem Auswärtsspiel in die Landeshauptstadt Dresden. Zu Gast war man beim SC Borea Dresden am 22. Spieltag der Sachsenliga. Nach dem 2:2-Remis der Vorwoche wollte man endlich auch etwas Zählbares in der Fremde holen. Trainer René Wendler musste dabei auf die gesperrten Schenker und Teichert sowie auf die erkrankten Kretzschmar und Groß verzichten.
Auf dem kleinen Kunstrasen in der Dresdner Neustadt starteten die Gastgeber spielbestimmend in die Partie und drückten sofort auf den Führungstreffer. Die Tannen hingegen starteten denkbar schlecht, ließen vor allem über die rechte Abwehrseite und im Mittelfeld den Dresdnern viel zu viel Platz und kamen kaum in die Zweikämpfe. Auch mit Ball war man sehr harmlos und leistete sich viele Fehlpässe. So gerieten die Tannen bereits nach einer Viertelstunde in Rückstand. Nach einem Ballverlust schaltete der Tabellenachte schnell um, ein erster Abschluss konnte Barthold noch auf der Linie klären. Der Ball flog jedoch zurück in den Strafraum, wo Müller klären wollte, dabei aber seinen Gegenspieler traf. Dieser kam zu Fall – der Schiedsrichter zeigte in der 13. Minute auf den Punkt. Der Schütze verwandelte sicher unten rechts zum 1:0.
Daraufhin gelang den Tannen die erste Torchance der Partie. Nach einer Ecke wurde der Ball per Kopf auf den zweiten Pfosten verlängert, doch Förster verpasste es aus kurzer Distanz, den Ball über die Linie zu drücken. Borea spielte in der ersten Hälfte sehr überzeugend, ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und erhöhte nach gut einer halben Stunde auf 2:0. Ein langer Ball über die linke Abwehrseite der Tannen ermöglichte einem Offensivspieler den freien Durchbruch. Mit Tempo zog er in den Strafraum und traf aus spitzem Winkel in die lange Ecke – ohne Chance für Torwart Mario Seidel.
Im zweiten Durchgang versuchten die Tannen, im Mittelfeld geordneter zu stehen und zielstrebiger nach vorn zu spielen. Die erste Chance gehörte auch ihnen: Auf außen setzte sich Lukas Hirsch durch, spielte auf Nitzsche, dessen Abschluss zur Ecke geblockt wurde. Diese brachte jedoch nichts Zählbares ein. Nach einer Stunde brachte Wendler mit Wilhelm, Haase und Medjadji frische Kräfte. Offensiv wurde man nun etwas zielstrebiger. Barthold hatte die Chance zu verkürzen, nachdem Medjadji ihn in die Tiefe schickte, doch sein Schuss in die lange Ecke war kein Problem für den Torwart.
In der sogenannten „Crunch Time“ machte Borea Dresden dann endgültig den Sack zu. Zunächst konnte Mario Seidel einen Abschluss stark parieren, doch der Angriff lief weiter und im zweiten Versuch fiel das 3:0.
Die Tannen gaben sich jedoch nicht auf und spielten weiter nach vorn. Nach einem Freistoß auf den zweiten Pfosten drückte Junis Medjadji den Ball über die Linie zum Anschluss. In dieser Phase agierten die Tannen mutiger, während sich Borea etwas zurückzog. Zwar verpasste man einen weiteren Treffer, doch ohne das 3:0 wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen. Der Sieg für Borea Dresden geht nach 90 Minuten jedoch vollkommen in Ordnung. Die Tannen waren über weite Strecken die schwächere Mannschaft, machten zu viele Fehler und strahlten offensiv zu wenig Gefahr aus. Damit bleibt man auswärts weiterhin nur bei einem Sieg und gehört in der Fremde zu den schwächsten Teams der Liga.
Am kommenden Samstag empfängt man dann zum Heimspiel den Tabellenzweiten, die SG Handwerk Rabenstein.