Tannen feiern knappen 2:1 Heimsieg gegen Lichtenstein
SV Tanne Thalheim – SSV Fortschritt Lichtenstein 2:1 (1:1)
Aufstellung der Tannen: Stefan Berger, Anton Wendler, Louis Woidtke (70´ Nitzsche), Luca Groß, Marcus Seim (90´ Groschopp), Tommy Barthold, Adrian Teichert, Pierre Kretzschmar, Ian Schenker (75´ Urlaß), Maxi Seidler, Calvin Wilhelm (70´Pampel)
Torfolge: 1:0 Pierre Kretzschmar (13´), 1:1 Dominik Weiß (16´), 2:1 Louis Woidtke (60`)
Schiedsrichter: Denny Roth Zuschauer: 89
Am Halloweentag empfing der SV Tanne Thalheim wohl ein letztes Mal im heimischen Waldstadion für dieses Jahr den SSV Fortschritt Lichtenstein. Nach der bitteren Pleite in Treuen wollte die Wendler-Elf zuhause weiterhin ungeschlagen bleiben und wieder 3 Punkte einfahren.
Die Tannen starteten druckvoll in die Partie und hatten die erste Chance nach einer Minute. Schenker bediente von außen im Strafraumrückraum Woidtke, der den Ball übers Tor schoss. In der Anfangsphase der Partie war ein hohes Tempo und eine hohe Intensität zu spüren. Das Spiel ging hin und her, doch die klaren Torchancen gehörten klar der Heimelf. So kam Schenker nach einem Querpass frei zum Abschluss und auch Kretzschmars Fallrückzieher konnte der Keeper nach einer Ecke parieren. Nach einem weiten Einwurf in der 9. Minute der Lichtensteiner klärte Kretzschmar den Ball im Strafraum der Tannen auf Stürmer Groß. Dieser spielte einen Doppelpass mit Schenker und Groß war frei durch. Luca blieb im Strafraum uneigennützig und wollte den Ball quer auf den mitgelaufenen Woidtke spielen, doch der Ball wurde von einem Verteidiger mit der Hand gestoppt und es gab folgerichtig Elfmeter für den SV Tanne. Die Verantwortung übernahm Mittelfeldspieler Tommy Barthold, der ein zweites Mal in dieser Saison vom Punkt scheiterte, denn der Keeper parierte den Ball in der linken unteren Ecke ins Toraus. Die darauffolgende Ecke brachte Wilhelm scharf in den Strafraum, wo Kretzschmar aus 7 Metern den Ball im Tor unterbrachte – zur 1:0-Führung.
Doch die Führung hielt nicht lange. Nach einer Flanke der Gäste konnte Wendler zunächst rausköpfen, direkt in die Füße eines Stürmers. Dieser fackelte nicht lange. Berger parierte den Ball nach vorn weg, wo der Stürmer dankend den Abpraller annahm und zum 1:1 ausglich. Nur 2 Minuten später hatten die Gäste die große Chance, das Spiel im Waldstadion zu drehen. Nach einem Freistoß nahe der Mittellinie flog der Ball über Kretzschmars Kopf perfekt in den Fuß eines Lichtensteiner Stürmers, der freistehend vor Keeper Berger den Ball ins Fangnetz schoss. Glück für die Heimelf. Kurze Zeit später hatten die Tannen die Führung doppelt auf dem Fuß. Auf außen setzte sich Groß mit einem leichten Rempler gegen seinen Gegenspieler durch, hatte den Kopf oben und bediente im Strafraum seinen Stürmerkollegen Woidtke, der aus kurzer Distanz am rechten Fünfmeterraum am Keeper scheiterte. Den Nachschuss setzte Barthold aus 7 Metern übers Tor.
Kurz vor der Pause bekamen die Tannen noch einen Freistoß direkt an der Strafraumkante. Während die Lichtensteiner noch ihre Mauer richteten und mit dem Schiedsrichter diskutierten, führte Woidtke den Freistoß mit Barthold schnell aus. Barthold war frei durch, schloss allerdings überhastet ab. Wahrscheinlich hätte er auch auf Seidler querlegen können. Kurz vor der Halbzeit gab es nach einer Schwalbe eines Verteidigers die Gelb-Rote Karte. Die Tannen waren nun in Überzahl.
Nach der Halbzeitpause und der anschließenden Überzahl gehörte die erste Chance im zweiten Durchgang den Tannen. Nach einem langen Ball auf Schenker machte dieser den Ball gut fest. Sein Gegenspieler rutschte aus, sodass Schenker freie Schussbahn hatte, doch er brauchte zu lange und ein Abwehrspieler konnte klären. Anschließend war es ein Spiel auf ein Tor. Die Tannen ließen den Ball um den Strafraum der Lichtensteiner laufen, die mit 10 Mann defensiv kompakt standen. Erst nach einer gespielten Stunde konnten sich die Tannen gut durchspielen und belohnten sich mit der erneuten Führung. Schenker leitete dabei das Tor ein und hatte großen Einfluss darauf. Bei Abwehrchef Wendler holte sich der junge Flügelspieler den Ball ab und dribbelte auf den Abwehrblock der Gäste zu. Mit Luca Groß spielte er einen Doppelpass und legte zurück auf Woidtke, der nicht lange fackelte und den Ball zum 2:1 im Netz unterbrachte. Große Freude bei den Tannen.
Die Heimmannschaft blieb definitiv am Drücker und hatte weitere Chancen, den Spielstand höher zu schrauben. Mit einem feinen Hackenpass bediente Barthold den hinterlaufenden Pampel, der im Strafraum Groß bediente. Dieser traf den Ball nicht mit der Hacke. Am langen Pfosten kam Nitzsche frei zum Abschluss, schoss allerdings über das Tor.
Dann kam es zum zweiten Aufreger in dieser Partie. Die Lichtensteiner spielten sich vom eigenen Tor bis auf die Mittellinie gut durch. An der Mittellinie streifte Nitzsche seinen Gegenspieler leicht, dessen Ball auf den frei durchlaufenden Stürmer durchkam. Dieser traf den Ball über Berger zum vermeintlichen 2:2, doch der Schiedsrichter pfiff den Vorteil zu früh ab und gab das Foul an der Mittellinie. Die Lichtensteiner Spieler waren außer sich. Auch von den 10 mitgereisten Gästefans gab es üble Beleidigungen gegenüber dem Schiedsrichter. Anschließend verlor dieser den Überblick und zeigte zunächst Marcus Seim die gelbe Karte. Nur wenige Augenblicke später gab allerdings Sportsfreund Robert Nitzsche fair zu, dass er das „Foul“ begangen hatte, und flog damit mit Gelb-Rot vom Platz. Denn nur 5 Minuten zuvor sah er nach einem unglücklichen Zweikampf die gelbe Karte, bei dem sich sein Gegenspieler schwer verletzte und mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste. Gute Besserung an dieser Stelle! So muss Trainer René Wendler kommende Woche auf seinen Mittelfeldroutinier bei IFA Chemnitz verzichten.
Die Schlussminuten blieben hektisch. Mit 10 gegen 10 ging es in die Nachspielzeit. Lichtenstein probierte es nochmal, doch die Tannen verteidigten das 2:1 als Kollektiv weg, spielten ihre Kontermöglichkeiten am Ende noch zu unsauber aus und nach einer langen Nachspielzeit blieb es beim 2:1-Endstand.
Nach langem Kampf geht der Heimsieg definitiv in Ordnung. Trainer René Wendler sprach im Kreis danach von „Auftrag erfüllt“ und man bleibt zuhause noch ungeschlagen in dieser Spielzeit. Den anschließenden Abend verbrachte man als Mannschaft noch im Waldstadion. Bei feinem gegrilltem Schweineschenkel von unserem „Fleischerfreund aus Bernsbach“ und dem deutschen Klassiker ließ man den Abend ausklingen.
Kommende Woche geht es für den SV Tanne Thalheim am Sonntag zum TSV IFA Chemnitz. In der Tabelle bleibt man weiterhin erster Verfolger hinter Marienberg.