Alte Herren pflegten Freundschaft mit ungarischen Sportkameraden

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 Ein ereignisreiches Wochenende rund um den Tag der Deutschen Einheit
erlebten unsere Fußballer. Neben der Ausfahrt einer
Abordnung von Spielern der ehemaligen dritten Mannschaft nach
Lämmerspiel bei Offenbach (diese Freundschaft feiert 2015 ihr 25-jähriges
Jubiläum) und einem 6:6 im Freundschaftsspiel einer gemischten zweiten
Herrenmannschaft gegen den SV Fortuna Seppenrade im heimischen
Waldstadion machten sich insgesamt 20 Mitglieder der „Alten Herren“ auf
eine viertägige Reise ins ungarische Magyarpolány, etwa 40 Kilometer vom
Plattensee (Balaton) entfernt in der Region Veszprém.

Erstaunt nahm man die „Danke Ungarn“ – Plakate vor Ort zur Kenntnis, mit
denen an die Öffnung der Grenze zu Österreich vor 25 Jahren gedacht
wurde. Seit 16 Jahren besteht nunmehr die Freundschaft mit der dortigen
„Alt-Herren-Riege“, und auch fast 25 Stunden Busfahrt (Hin- und Rückfahrt zusammengerechnet)
wurden deshalb nicht als Problem angesehen. Der Empfang war äußerst
herzlich, am Sonntagvormittag stand dann das traditionelle Fußballspiel
auf Kleinfeld an. Mit 4:3 (2:2) setzten sich die „alten aber noch frischgrünen Tannen“ dabei
durch, die Torschützen waren Tino Hahn (zweimal), Peter Gerlach und -zugegebenermaßen mit glücklich abgefälschtem Schußversuch-
Geburtstagskind Michael Thriemer, der vor
Ort seinen 35. Geburtstag beging. (auf ungarisch heißt „Herzlichen
Glückwünsch zum Geburtstag“ übrigens „Boldog Születésnapot“ –
ausgesprochen Süledeyschnapp – was natürlich ein Renner während der
gesamten Fahrt war)

Doch nahmen die freundlichen Gastgeber den Sieg den Gästen keineswegs
übel, sondern hielten im Gegenteil ein hochinteressantes Rahmenprogramm
mit Besuch von Ritterspielen und -essen, Ausflügen usw. parat. Bei der Verabschiedung musste manch Träne verdrückt werden, doch kann
man die Magyaren bereits im Dezember wieder auf Weihnachtsmärkten in
Zwönitz (Partnerstadt Magyapolány) und Thalheim erleben und besten
ungarischen (Glüh-)Wein genießen.

Die Freundschaft entstand übrigens dadurch, dass die ungarischen
Fußballer eigentlich zu einem Spiel nach Zwönitz wollten (Kontakt kam
über Franz Weiß, Fußballer von Wismut Aue, heute 70 Jahre alt und dem AH-Mitglied Julius Eszlinger zustande),
dann aber in Thalheim „hängenblieben“…….

Der Berichterstatter, erstmals mit auf großer Fahrt, möchte sich auf diesem Wege für eine tolle Zeit und die zahlreichen Glückwünsche zum Geburtstag bedanken. Die Herzlichkeit der Gastgeber und der gesamte Fahrtverlauf waren ein unvergessliches Erlebnis.

„Tanne Thalheim, uns’re Liebe, uns’re Mannschaft, unser Stolz, unser Verein, Tanne Thalheim”