Vier Thalheimer Jungs auf Reise
Vergangene Woche begaben sich die vier Fußballer Anton Wendler, Lanny Hösel, Niels Hanse und Tommy Barthold auf eine Europareise. Gestartet wurde in der frühen Dienstagnacht mit der Fahrt zum Flughafen Prag. Früh um 6 Uhr ging der Flug in Richtung London, der Hauptstadt Englands.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel ging es weiter zum Wembley Park, wo man im gleichnamigen, legendären Stadion einen Rundgang machte. Mit fast 90.000 Plätzen ist es eines der größten und traditionsreichsten Fußballstadien der Welt. 1996 revanchierte sich dort die deutsche Nationalmannschaft für die WM-Finalniederlage von 1966 und wurde dank eines Golden Goals von Oliver Bierhoff Europameister. Wenige Jahre später gewann Deutschland zudem das letzte Länderspiel im „alten“ Stadion vor dem Umbau mit 1:0, Torschütze war Didi Hamann.
Am Abend stand das Champions-League-Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Borussia Dortmund im Norden Londons auf dem Programm. Im modernen Tottenham Hotspur Stadium freute man sich auf eine spannende Partie. Doch die Dortmunder schadeten sich selbst mit einer roten Karte, die die Spurs mit einem Powerplay in der ersten Halbzeit bestraften und auf 2:0 stellten. Schade aus Sicht der Deutschen – besonders für Niels Hanse, Vorsitzender des Fanclubs „ErzBorussen“, der sich für seine Borussia mehr erhofft hatte.
Am nächsten Tag ging es ab Mittag weiter nach Mailand. Mit dem Flugzeug erreichte man am Nachmittag den Flughafen Mailand-Bergamo. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel stand direkt das nächste Champions-League-Spiel an. Die Heimmannschaft Atalanta Bergamo empfing im neu errichteten New-Balance-Stadion den spanischen Klub Athletic Bilbao. Nach einer 1:0-Halbzeitführung für Bergamo war in der zweiten Hälfte die Sensation perfekt: Athletic Bilbao zeigte sich extrem effizient und drehte das Spiel mit vier Torschüssen innerhalb von einer Viertelstunde auf 1:3 – zur Freude der mitgereisten spanischen Fans. Kurz vor Schluss konnte Bergamo zwar noch verkürzen, doch es blieb beim 2:3. Ein wildes Fußballspiel zur Freude der Jungs.
Am dritten Tag der Reise ging es weiter in den Süden Italiens. Ziel war Bologna, das nach einer zweistündigen Autofahrt erreicht wurde. Da am frühen Nachmittag noch Zeit blieb, besuchte man das Jugendgelände des FC Bologna und sah sich ein Spiel der U20 an. Anschließend wartete der nächste europäische Wettbewerb: Am vorletzten Spieltag der Europa League empfing Bologna um 18:45 Uhr den schottischen Klub Celtic Glasgow. In einer spannenden ersten Halbzeit führten die Gäste trotz Unterzahl mit 0:2. Im zweiten Durchgang konnten die Gastgeber mit den Fans im Rücken den Ausgleich erzielen und hatten sogar Chancen auf den Sieg. Am Ende sahen wir eine intensive Partie, bei der das Unentschieden für beide Teams in Ordnung ging.
Am vierten Tag führte die Reise wieder in den Norden nach Mailand – ins altehrwürdige Stadio Giuseppe Meazza, besser bekannt als San Siro. Der Aufsteiger aus der schönen Stadt Pisa reiste zum Tabellenführer Inter Mailand. Die abstiegsbedrohten Gäste sorgten für einen Blitzstart: Nach einer Einladung von Torhüter Yann Sommer ging Pisa mit 0:1 in Führung und erhöhte später sogar auf 0:2. Inter reagierte früh, wechselte bereits in der 30. Minute und brachte unter anderem Federico Dimarco, der das Spiel an sich riss. Noch vor der Pause drehte Inter die Partie auf 3:2. Auch in der zweiten Halbzeit ging das Torfestival weiter. Am Ende gewann der Tabellenführer – mit dem deutschen Nationalspieler Yann Aurel Bisseck – deutlich mit 6:2.
Am letzten Tag der Reise führte der Weg an den wunderschönen Comer See. Dort wartete das letzte Spiel der Tour: Am Samstagnachmittag empfing Como FC mit Trainerlegende Cesc Fàbregas den FC Turin. In einem Stadion mit traumhafter Lage direkt am See und mit den Bergen im Hintergrund sah man erneut ein echtes Torspektakel. Como gewann sein Heimspiel klar mit 6:0. An den Toren beteiligt war unter anderem der ehemalige Veilchen-Spieler Nicolas Kühn, der 2021 im Erzgebirge spielte und über Rapid Wien sowie Celtic Glasgow nun in Italien aktiv ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir hatten jede Menge Spaß auf unserer Reise, sahen viele hochklassige Fußballspiele – doch das Schönste an jeder Reise ist es, wenn man am Ende wieder im schönen Zwönitztal ankommt.