Die möglichen Abstiegsszenarien der Sachsenliga im Überblick

Aktuell sind 21 von insgesamt 30 Spieltagen der Sachsenliga-Saison gespielt. Der SV Tanne Thalheim steht als Aufsteiger mit 22 Punkten auf Rang 11. Doch wie viele Teams steigen überhaupt ab? Das steht derzeit nicht fest und ist sehr kompliziert.

Für die Analyse muss bis in die 3. Liga geschaut werden, in der Erzgebirge Aue aktuell auf einem Abstiegsplatz liegt. Das hat Auswirkungen auf die Absteiger aus der Regionalliga und Oberliga bis hinunter in die Landesliga.

Ebenso ist wichtig, ob aus allen drei sächsischen Landesklassen Mannschaften aufsteigen wollen. Zudem könnte es weitere Absteiger geben, falls RB Leipzig oder Aue eine U23 in der Landesliga melden würden – die Meldung müsste bis zum 30. April erfolgen. Von zwei bis zu sechs Absteigern ist in der Landesliga derzeit alles möglich.

Wir haben uns die möglichen Szenarien angeschaut und stellen euch die Varianten für das schlechteste, beste und wahrscheinlichste Szenario vor. Dabei gehen wir davon aus, dass es einen Aufsteiger aus der Landesliga Sachsen in die NOFV-Oberliga gibt, da genügend Teams dafür die Zulassung beantragt haben.

Alle Mannschaften von Platz 10 bis 16 müssen noch bangen, wobei der VfL Pirna-Copitz schon fast als sicherer Absteiger feststeht. Hier ist die Tabelle nach dem 21. Spieltag:

  • 10. SSV Markranstädt – 24:33 – 24 Punkte
  • 11. SV Tanne Thalheim – 25:49 – 22 Punkte
  • 12. SV Lipsia 93 Eutritzsch – 26:42 – 21 Punkte
  • 13. Dresdner SC 1898 – 25:50 – 17 Punkte
  • 14. SV Tapfer 06 Leipzig – 21:53 – 12 Punkte
  • 15. VfB Fortuna Chemnitz – 23:58 – 12 Punkte
  • 16. VfL Pirna-Copitz – 14:51 – 2 Punkte

Die schlechteste Variante – 6 Absteiger

Diese Variante kann eintreten, wenn Erzgebirge Aue aus der 3. Liga absteigt und der Regionalliga-Meister der Staffel Nordost, derzeit Lok Leipzig, die Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga verliert. In diesem Fall steigen drei Vereine in die beiden Oberligen ab. Das würde wiederum bedeuten, dass aus beiden Oberligen sieben Vereine absteigen müssen. Das betrifft die Plätze 14 bis 16, zusätzlich müssten die beiden Dreizehnten ein Relegationsspiel bestreiten, dessen Verlierer ebenfalls absteigen würde.

Im schlimmsten Fall könnten aus der Oberliga Süd also vier Vereine absteigen. Für die Situation in der Landesliga ist entscheidend, wie viele sächsische Vertreter darunter sind. Auf Platz 15 in der Oberliga steht derzeit der FC Grimma (19 Punkte), Bischofswerda (23) belegt den möglichen Relegationsplatz. Auf Platz 9 liegt Empor Glauchau (27), und auch Budissa Bautzen mit 34 Punkten ist noch nicht sicher. Sollten im Worst-Case-Szenario alle vier sächsischen Vertreter (Freital als fünfter Verein aus Sachsen belegt Platz 2) absteigen, würden in der Folge aus der Landesliga Sachsen sechs Vereine absteigen.

Die beste Variante – 2 Absteiger

Das beste Szenario mit nur zwei Absteigern tritt ein, wenn Aue die Klasse in der 3. Liga hält und sich der Regionalliga-Meister in der Relegation durchsetzt. Dann würde es aus der Regionalliga nur einen Absteiger geben. Aus der Oberliga würden fünf Teams absteigen, also die Plätze 15 und 16 sowie der Verlierer der Relegation. Setzt sich hier der Vertreter der Staffel Süd durch und belegt kein sächsischer Verein die Abstiegsränge, würden aus der Landesliga nur zwei Teams absteigen. Dieses Szenario ist aktuell jedoch eher unrealistisch.

Die wahrscheinlichste Variante – 3 oder 4 Absteiger

Die wahrscheinlichste Variante ist ein Mittelweg. Erzgebirge Aue hat in der 3. Liga bereits zwölf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. In Abhängigkeit vom Ausgang der Regionalliga-Relegation gibt es somit zwei oder drei Absteiger in die Oberliga und dort entsprechend sechs bzw. sieben Absteiger in die Landesligen.

In der NOFV-Oberliga Staffel Süd ist daher sehr wahrscheinlich von drei sicheren Absteigern auszugehen, eventuell muss der Viertletzte zusätzlich in die Relegation. Derzeit würde also Grimma in die Landesliga absteigen, was drei Absteiger aus der Landesliga in die Landesklassen bedeuten würde. Sollten von den restlichen abstiegsbedrohten Teams noch ein oder zwei weitere Mannschaften absteigen, erhöht sich die Zahl der Absteiger in der Landesliga auf vier oder fünf.

Fazit

Noch steht überhaupt nicht fest, wie viele Absteiger es am Saisonende aus der Landesliga geben wird. Derzeit ist am ehesten von drei oder vier Absteigern auszugehen, wobei vor allem die Situation in der NOFV-Oberliga Staffel Süd entscheidend ist. Neben den Absteigern aus der Oberliga ist auch noch unklar, ob aus allen Landesklassen Vereine aufsteigen wollen und dürfen oder ob neue U23-Mannschaften gemeldet werden.

Am 16. Mai enden die 3. Liga und die Regionalliga. Die Relegationsspiele um den Aufstieg in die 3. Liga finden am 21. und 25. Mai statt. Sollte einer der Relegationsteilnehmer im Landespokal-Finale stehen, werden die Spiele am 27. und 31. Mai ausgetragen. Danach steht endgültig fest, wie viele Teams aus der Oberliga absteigen werden, und auch die Meldefenster für Aufstiege aus den Landesklassen sind dann abgeschlossen. Das bedeutet, dass das Team um Trainer Wendler weiterhin fleißig Punkte sammeln muss. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Samstag auswärts beim SC Borea Dresden.

Credits: Dresdner SC 1898

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