20 Jahre Schiedsrichter – Matthias Kempf feiert Jubiläum

20 Jahre mit der Pfeife für den SV Tanne Thalheim – auf diese beeindruckende Zeit kann unser Schiedsrichterobmann Matthias Kempf mittlerweile zurückblicken. Seit zwei Jahrzehnten ist Matthias als Schiedsrichter für unseren Verein aktiv und damit längst ein fester Bestandteil des Thalheimer Vereinslebens.

Seit mehr als zehn Jahren übernimmt er zudem das Amt des Schiedsrichterobmanns bei den Tannen. Dabei kümmert er sich unter anderem um die Betreuung und Förderung unserer Schiedsrichter, die Kommunikation mit dem Verband und darum, die vereinsinterne Regelkenntnis weiter zu verbessern. Eine wichtige Aufgabe, denn Schiedsrichter werden auch beim SV Tanne dringend benötigt. Aktuell sucht der Verein weiterhin nach neuen Unparteiischen. (Thalheim im Erzgebirge⁠)

Auch auf dem Platz hat Matthias in den vergangenen 20 Jahren einiges erlebt. Seit 2014 pfeift er in der höchsten Spielklasse des Erzgebirgskreises und konnte dabei unzählige Spiele leiten. Dass er dem SV Tanne dabei über so viele Jahre die Treue gehalten hat, zeigt, welchen Stellenwert das Ehrenamt und der Verein für ihn haben.

Wir haben mit Matthias anlässlich seines Jubiläums über seine Anfänge als Schiedsrichter, besondere Momente und die Zukunft des Schiedsrichterwesens gesprochen.

20 Jahre Schiedsrichter beim SV Tanne – Matthias Kempf im Interview

1. 20 Jahre als Schiedsrichter beim SV Tanne Thalheim – was bedeutet dir dieses Jubiläum persönlich?

20 Jahre für denselben Verein Schiedsrichter zu sein, mehr als mein halbes Leben lang, ist schon echt unglaublich. Ich bin bereits seit etwa 25 Jahren im Verein und fühle mich hier einfach zuhause und will daher natürlich auch noch viele Jahre weitermachen. Das außerordentliche ehrenamtliche Engagement so vieler Vereinsmitglieder ist einfach klasse und solche Highlights wie letztes Jahr das gemeinsame Oktoberfestwochenende in Warminster bei unseren amerikanischen Freunden sind einfach unvergessliche Erlebnisse, die man so wohl in kaum einem anderen Verein jemals erleben würde.

2. Was hat dich damals dazu bewegt, Schiedsrichter zu werden, und was hält dich bis heute dabei?

2006 hatte ich selbst noch in der Thalheimer Jugend Fußball gespielt, der Verein suchte aber selbstverständlich auch damals schon regelmäßig neue Schiris. Ich bin über einen Aushang im Glaskasten darauf aufmerksam geworden und außerdem waren auch zwei Mitspieler von mir an der Pfeife aktiv, die mir dazu geraten haben, es einfach mal auszuprobieren. Da ich mich als aktiver Spieler natürlich auch oft über die ein oder andere Fehlentscheidung geärgert habe, wollte ich es, anstatt immer nur zu meckern, selbst versuchen und vielleicht sogar besser machen als der ein oder andere Schiri damals. Das ist mir wahrscheinlich auch ganz gut gelungen, denn seit 2014 pfeife ich ununterbrochen in der höchsten Spielklasse im Erzgebirgskreis. Mir macht es nach wie vor einen riesen Spaß zu pfeifen und mit den vielen Sportfreunden, die man über die Jahre kennengelernt hat, gemeinsam unserem Hobby nachzugehen und uns jede Woche wieder neuen Herausforderungen auf und neben dem Platz zu stellen. Natürlich bin ich mir auch dessen bewusst, dass wir als Schiedsrichter eine riesen Verantwortung für die Vereine im ganzen Kreis und darüber hinaus tragen, da ohne uns kein regulärer Spielbetrieb möglich wäre.

3. Was war dein persönliches Highlight oder vielleicht auch kuriosester Moment in deinen 20 Jahren als Schiedsrichter?

Meine persönlichen Highlights als Schiedsrichter waren sicherlich die beiden Finalspiele des Herren-Erzgebirgspokals, bei denen ich jeweils als 1. Assistent mitwirken durfte. Wobei das Finale im Jahr 2020 in Ehrenfriedersdorf sicherlich auch gleichzeitig eines der kuriosesten Spiele war, weil damals unter Corona-Bedingungen keine Zuschauer ins Stadion durften, aber trotzdem mehrere Hundert Menschen außerhalb des Stadions ordentlich Stimmung gemacht haben.

4. Du bist mittlerweile Schiedsrichterobmann bei der Tanne – was wünschst du dir für die Zukunft unserer Schiedsrichterabteilung?

Ja richtig, eine ganze Weile sogar schon, ich glaube 10 Jahre inzwischen… Neben der Weiterentwicklung unserer Jung-Schiedsrichter ist es natürlich essenziell, dass wir genügend Schiedsrichter im Verein haben, um unser Soll zu erfüllen, damit der Verein keine Geldstrafen oder gar Punktabzüge für die 1. Mannschaft fürchten muss. Das ist nur möglich, wenn wir kontinuierlich Nachwuchs für unser Ehrenamt gewinnen können. Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn sowohl Betreuer als auch Eltern und Fans bei jedem Spiel fair und anständig mit den Schiedsrichtern umgehen. Auch wenn über die letzten Jahre diesbezüglich eine positive Entwicklung zu beobachten ist, ist es leider auch heute noch nicht zu jeder Zeit und überall der Fall. Gerade die Nachwuchs-Schiris sollten in ihren ersten Spielen und Saisons unterstützt und ermuntert werden, statt dumme Sprüche oder Beleidigungen von außen abzubekommen. Ansonsten verdirbt man denen, die gerade erst angefangen haben zu pfeifen, schon jegliche Freude an diesem tollen Hobby und Ehrenamt. Das sollte jeder im Stadion stets im Hinterkopf behalten – niemand macht absichtlich Fehler und ohne Schiedsrichter gibt es auch keinen Fußball.

„Tanne Thalheim, uns’re Liebe, uns’re Mannschaft, unser Stolz, unser Verein, Tanne Thalheim”