Mutige Tannen belohnen sich nicht

SG Taucha 99 – SV Tanne Thalheim 3:0 (2:0)

Aufstellung der Tannen: Stefan Berger, Leo Pampel (58´ Nino Groschopp), Lukas Hirsch, Louis Woidtke (46´ Groß), Jim Fischer (77´ Wendler), Tommy Barthold, Nico Groschopp (58´ Nitzsche), Adrian Teichert, Ian Schenker, Tom Müller, Calvin Wilhelm

Torfolge: 1:0 Damion Sura (23´), 2:0 Joel Lehmann (45´), 3:0 Florian Brügmann (56´)

Schiedsrichter: Paul Werrmann           Zuschauer: 135

Zum ersten Auswärtsspiel im neuen Jahr reisten die Tannen bei wunderschönem Frühlingswetter zum Spitzenreiter der Sachsenliga, der SG Taucha. Für die Tannen eine schwere Auswärtsaufgabe, doch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man im Hinspiel Taucha schon mal schlagen konnte. Damals gewann man sein erstes Landesligaspiel seit 25 Jahren. Torschützen waren Robert Nitzsche, der erstmals in Taucha nach seiner Rot-Sperre von der Bank startete, und Pascal Förster, der aufgrund einer Knöchelverletzung noch pausieren musste. Nominell gab es in der Startelf der Tannen nur eine Veränderung: Tom Müller ersetzte Pierre Kretzschmar in der Verteidigung. Ansonsten vertraute das Trainerteam den restlichen zehn Mann wie beim wilden 4:4 gegen Fortuna Chemnitz.

Wie vor dem Spiel erwartet, übernahm der Tabellenführer das Spielgeschehen. Viel Ballbesitz, zirkulieren und viel Geduld haben bei einer tief stehenden Tannen-Abwehr, die geduldig abwartete und vor allem auf schnelle Konter setzte. Dies gelang den Tannen auch in der 10. Spielminute, als Stürmer Louis Woidtke in einen missglückten Fehlpass auf Höhe der Mittellinie hineinspritzte und allein auf den Torwart zulief, allerdings den Ball übers Tor schoss. Nur zwei Minuten später rutschte ein langer Ball zwischen Tom Müller und dem Angreifer durch, der Stürmer scheiterte aber im 1-gegen-1 an Tanne-Keeper und Kapitän Stefan Berger. Taucha hielt den Fuß am Gaspedal und scheiterte ein paar Minuten später nach einem Freistoß vom Tauchaer Kapitän Brügmann am Außenpfosten.

In der 22. Minute fiel dann der verdiente Führungstreffer der Gastgeber. Die Gastgeber gehen in Führung. Nach einer Flanke nimmt der Angreifer den Ball mit der Brust runter und spitzelt den Ball an Verteidiger Teichert zu seinem Mitspieler. Aus kurzer Distanz ist Berger chancenlos und muss hinter sich greifen.

Die Tannen blieben trotz des Gegentreffers mutig und die Tauchaer fehleranfällig. Nach einem Ballverlust, den Teichert abfing, machte er das Spiel schnell mit Barthold, der Ian Schenker auf die Reise schickte und allein auf den Torwart zulief, ihn sogar überwand, der Ball landete aber am Pfosten und rettete Taucha vor dem Ausgleich. Auch nur wenige Minuten später spielten es die Tannen erneut schnell über die Flügel, Schenker bringt eine Hereingabe scharf in den Strafraum, wo ein Verteidiger den Ball klären möchte, dabei aber den Ball an die eigene Latte schießt. Von da springt der Ball zurück ins Spiel, wo Woidtke den Ball nimmt und anschließend erneut drüber schießt. Mit Pech auf Seiten der Tannen, solche Chancen, die man auswärts beim Tabellenführer bekommt, bestrafen sonst wohl abgezockte Mannschaften mit Toren. Und wie man im Fußball so schön sagt: Wenn du vorn deine Tore nicht machst, bekommst du sie hinten.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff ein überlegter Ball über die Tannen-Abwehr vom Tauchaer Kapitän, den der Stürmer überlegt mit der Brust annimmt, Keeper Berger umkurvt und zum 2:0 einschiebt. Sehr bitter aus Sicht der Tannen, die dank Berger nicht höher zur Pause zurückliegen, denn einen weiteren Abschluss aus kürzester Distanz lenkt er noch an den Pfosten, danach war Pause.

Aus der Pause heraus übernahm Taucha sofort wieder den Spielverlauf, stand defensiv auch stabiler und ließ defensiv kaum noch etwas zu. Die Entscheidung fiel dann in der 57. Minute durch den auffälligen Kapitän der Gastgeber. Mit einem schnellen Doppelpass auf der rechten Seite spielten sich die Tauchaer durch und Brügmann schlenzte den Ball in die obere Ecke, unhaltbar für Kapitän Berger.

Die Tannen spielten danach trotzdem weiter mit, hatten die nächste Chance durch den eingewechselten Nitzsche. Über unsere linke Seite spielt Jim Fischer einen flachen Pass auf den frisch eingewechselten Nitzsche. Der Personal Trainer schießt den Ball knapp am langen Pfosten vorbei.

Das Spiel plätscherte dann vor sich hin, Taucha hatte eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen, das Ergebnis weiter zu erhöhen, doch die Stürmer scheiterten an Berger, der an dem Tag gut aufgelegt war. Positiv am Ende noch zu erwähnen: Trainersohn Anton Wendler sammelte noch ein paar Minuten nach einer viermonatigen Verletzungspause – willkommen zurück auf den Platz, Anton!

Die Tannen ließen im Endeffekt zu viel vor dem Tor liegen und luden im Gegenzug mit individuellen und zu einfachen Fehlern die Gastgeber in Halbzeit eins zweimal ein. Kommende Woche reist man dann zur Zweitvertretung der SG Dynamo Dresden, wo man einen ähnlichen Gegner erwartet, wobei das Spiel nochmal schneller werden wird. Trainer Wendler sieht Taucha und das Spiel in Dresden eher noch als Vorbereitung, um gegen die Gegner, die ebenso mit im Abstiegskampf hängen, optimal vorbereitet zu sein.

„Tanne Thalheim, uns’re Liebe, uns’re Mannschaft, unser Stolz, unser Verein, Tanne Thalheim”